Skulpturgarten

Vom 19. Juli bis zum 2. August 2002 war der israelische Bildhauer Zeev Krischer zu Gast auf der Aqua Magica. In dieser Zeit schuf er aus Thüster Kalkstein eine Skulptur, der er den Titel „Memories of the protector IV“ („Erinnerungen an den Beschützer IV“) gab.

Zeev Krischer legt Wert darauf, das mit dem Namen „Beschützer“ in der Titelgebung des Kunstwerks nicht unbedingt ein Schutzengel gemeint sei, wie er in den Vorstellungen der Menschen sowohl im Christentum, im Islam und in vielfältigen Variationen auch im Judentum vorkommt. Krischer will vielmehr die Hoffnung, die den Menschen bei dem Gedanken an ein beschützendes aber nicht fassbares Etwas erwächst, zum Ausdruck bringen. Eine Hoffnung, die sich ständig erneuert, Kraft gibt und gleichzeitig auch ständiger Anlass ist für die Erneuerung des Lebens auf der Welt.
Krischers Auseinandersetzung mit dieser Thematik wird sichtbar in der aus zwei Teilen bestehenden Skulptur: Während der untere Teil einen Altar darstellt, kann der zweite, obere Stein ein Ei oder auch den Panzer einer Schildkröte abbilden. Beides sind Symbole des Lebens und der Erneuerung. Indem der obere Stein aber auch als Deckel des Altars dient, wird aus dem Altar plötzlich ein Sarkophag. Der unabdingbare Zusammenhang von Leben und Tod versinnbildlicht auf diese Weise den ewigen natürlichen Kreislauf zwischen neu Entstehendem und Vergängnis. Die drei kleinen Steine zwischen Altar und Deckel sorgen dafür, dass ständig Luft, Licht und Wasser die Flächen der Steine berühren, damit dieser immerwährende Kreislauf des Lebens nicht unterbrochen wird.